Sicherheit

Einbruchschutz? So sorgst du für Sicherheit!

Etliche Millionen Euro Schaden verursachen Einbrüche pro Jahr in Deutschland. Besonders in den Wintermonaten von Oktober bis Januar. Computer, Flatscreens, Tablets, Handy, Bares und Schmuck lassen die Einbrecher mitgehen. Ein guter Einbruchschutz bewirkt, dass du hoffentlich nicht in der Statistik auftauchst. Denn neben den finanziellen Verlusten – für die deine Hausratversicherung aufkommt – ist das Gefühl an verlorener Sicherheit unbezahlbar.

Haustüren, Wohnungstüren, Balkontüren, Terassentüren, Fenster oder Keller – hier steigen Einbrecher am liebsten ein. Das muss aber nicht bei dir sein. Die Erfahrung der Polizei zeigt, dass mechanische und elektronische Sicherungen beim Thema Einbruchschutz nützlich sind. Denn mehr als 40 % der versuchten Einbrüche scheitern. Der Grund: hochwertige Schutzvorrichtungen und ein Bewusstsein dafür, was Einbrecher fernhält.

Einbruchschutz: einfache Maßnahmen

Schon einfachste Maßnahmen dienen deiner Sicherheit und halten Einbrecher ab. Zu diesen gehört auch der Anwesenheitsschutz, also eine Gegensprechanlage, Türspione oder Türketten. Solche Vorrichtungen helfen, erst einmal zu entscheiden, ob du jemandem die Tür öffnen willst oder nicht. 

Deine Anwesenheit nur vortäuschen, wenn du etwa im Urlaub bist, ist ein guter Einbruchschutz. Das geht z. B. über

  • Automatische Einrichtungen: wie auf- und zufahrende Rollladen, an- und ausgeschaltete Lampen, Radio, TV-Geräten oder Rasensprengern. Das lässt sich über Zeitschaltuhren meist einfach installieren.
  • Briefkastenleerung: durch Nachbarn oder Freunde. 
  • Weiterleitung des Telefons: z. B. auf dein Smartphone.
  • Pflege des Eingangsbereichs: damit Blätter und Laub nicht längere Zeit im Eingangsbereich liegenbleiben.

Einbruchschutz: Türen, Fenster & Co – so schützen dich Einbauten vor Einbrechern

Durch die Wohnungstür kommt fast die Hälfte aller Einbrüche zustande. Grund genug, sich um ihre Sicherung zu kümmern:

  • Türen der Widerstandsklasse 2: Deine Türen sollten einbruchhemmend und geprüft sein – das gilt für alle neuen Türen bei Neubau oder Umbau.
  • Panzerriegel: Dieser gute Einbruchschutz funktioniert über ein Querriegelschloss über die gesamte Breite deiner Tür.
  • Mehrfachverriegelung: Weitere Bolzen geben der Tür mehr Halt.
  • Türrahmen: massive Rahmen mit einbruchhemmenden Schließblechen.
  • Schutzbeschläge: VDS-anerkannte Beschläge widerstehen auch großen Zugbelastungen.
  • Einsteckschloss: mit Widerstandsklasse A bzw. Profilzylinder ab Widerstandsklasse 1 bieten zusätzlich Bohrschutz.

Fenster und Balkontüren sind im Regelfall leichter zu öffnen als die Wohnungstür. Du hast die folgenden Optionen für deine Sicherheit:

  • Einbruchhemmendes Glas: Das kann man auch nachrüsten.
  • Pilskopfverriegelungen: Diese besonderen Verriegelungen sorgen für Mehrfachhalt von Fenster oder Tür am Rahmen.
  • Gitter: fachgerecht befestigt, bieten sie besonders bei alten, nicht nachrüstbaren Fenstern guten Einbruchschutz.
  • Zusatzschlösser: Schon die Optik schreckt zahlreiche Einbrecher ab.

Über die mechanischen Vorrichtungen hinaus, sorgt eine Alarmanlage für wirksamen Einbruchschutz. Achte beim Einbau auf die folgenden Merkmale:

  • Art der Alarmanlage: Es gibt Draht, Funk- oder Hybrid-Systeme unterschiedlicher Klassen. Am besten lässt du dich fachmännisch beraten.
  • Alarm-Auslösung: noch bevor der Einbrecher eindringt.
  • fachgerechte Installation: nach DIN EN 45011 geprüfte Anlagen, eingebaut durch eine qualifizierte Firma sorgen dafür, dass alles funktioniert.
  • Fernalarm: Gleichzeitig zum Alarm am Haus ist auch die Alarmierung eines Sicherheitsunternehmens möglich.

Vor- ist auch besser als Nachsicht, wenn es um die Sicherung deiner Kellertüren geht. Denn hier suchen Einbrecher leider oft nach Schwachstellen. Es gibt ähnliche Sicherheitsmaßnahmen wie für Wohnungstüren:

  • einbruchhemmende Türen: Widerstandsklasse 2, nach DIN EN 1627
  • Panzerriegel: ein Querriegelschloss über die gesamte Türbreite 
  • Gitter: sowohl für Glaseinsätze in der Kellertür als auch für alle Kellerfenster
  • Vorhängeschlösser: sinnvoll bei Türen, die nur nach außen geöffnet werden
  • Vorlegestangen: aus Stahl oder Hartholz und innen am Mauerwerk befestigt

Einbruchschutz: die 5 größten Irrtümer

Beim Thema Einbruch sind die Deutschen oft zu sorglos. Oft stecken falsche Vorstellungen dahinter wie 

  1. Einbrecher kommen nachts: Ein Großteil der Einbrüche wird tagsüber verübt. Sowohl am Vormittag als auch am späten Nachmittag. Dann gehen Einbrecher davon aus, dass du nicht zuhause bist. 
  2. Einbrecher brauchen mehr Zeit: weniger als 15 Sekunden braucht ein Profi für den Aufbruch von Standard-Fenstern oder -Türen. Ein Schraubenzieher reicht in mehr als 50 % der Fälle dafür aus. 
  3. Ein Einbruch bei mir? Das lohnt doch nicht ...: Du kennst deinen Besitz – der Einbrecher noch nicht und kann ihn daher auch nicht vorab beurteilen.
  4. In meinem Stadtteil wird eh nicht eingebrochen: Leider gehen kriminelle Banden inzwischen auch auf dem Land und in Mehrfamilienhäuser vor. Eine sichere Gegend vor Einbrechern gibt es nicht mehr.
  5. So schlimm ist ein Einbruch nicht – das zahlt meine Hausratversicherung: Es stimmt – deine Hausratversicherung zahlt. Erbstücke oder liebgewonnene Einzelstücke sind jedoch verloren. Was aber noch schwerer wiegt, ist der Verlust an Sicherheit. 87 % der Einbruchsopfer fürchten einen weiteren Einbruch und leiden unter Panikattacken oder Albträumen nach einem Einbruch.

Einbrecher im Haus: so verhältst du dich im Notfall

Keiner will das erleben, manche aber müssen es: Sie bekommen unerwünschten Besuch, während sie zuhause sind. Oft bekommst du das gar nicht mit, wenn aber doch, dann helfen die folgenden Verhaltensregeln:

  • Haus verlassen: Bring dich und die Anwesenden in Sicherheit – verlasse deine Wohnung.
  • Einbrecher nicht attackieren: Halte den Einbrecher nicht auf und greife ihn auf keinen Fall an.
  • Polizei anrufen: Ruf per Handy anschließend die Polizei.
  • Im Zimmer einschließen: Kannst du das Haus nicht verlassen, schließe dich und deine Familie in einem Zimmer ein. Notfalls schiebst du einen Stuhl mit der Lehne unter die Türklinke. 
  • Mach Geräusche: das vertreibt eventuell den Einbrecher.
  • Versuche, dir Details zu merken: Wie viele Personen waren es, welche Sprache haben sie gesprochen, hast du ein Fluchtauto bemerkt?
  • Beweise sichern: Fasse nichts an, bevor die Polizei nicht alle Spuren gesichert hat.

Einbruchschutz: die Präventionsplakette für dein Zuhause

Auf Initiative der Polizei vergibt der Verein „Zuhause sicher“ eine Plakette, die du außen am Haus anbringen kannst: die sogenannte Präventionsplakette. Damit schreckst du potenzielle Gelegenheitseinbrecher ab. Um diese Plakette zu erhalten, musst du:

  1. an einer polizeilichen Beratung zum Thema Einbruchschutz teilnehmen,
  2. bestimmte konkrete Maßnahmen zum Einbruchschutz umsetzen, wie z. B. Pilzkopfzapfen oder abschließbare Fenstergriffe für deine Fenster oder Einbruchmeldeanlagen installieren,
  3. die Präventionsplakette anfordern.

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