Fahrradtransport? Aber sicher! Alles Wissenswerte über Fahrradträger

UFO im Verkehrsfunk? Zur Urlaubszeit gibt es solche leider nicht selten – wenn auch als „ungewolltes Flugobjekt“. Gemeint sind Fahrräder, die sich aus ihrem Fahrradträger gelöst haben und auf der Straße landen. Denn Fahrradträger ist nicht gleich Fahrradträger. Alles, was du über die verschiedenen Konzepte für den Fahrradtransport mit dem Auto wissen solltest, fasst dir FRIDAY kurz zusammen.

Das solltest du auf jeden Fall wissen

  • Die preiswerte Lösung: Dachträger
  • Komfort und Sicherheit: Kupplungsträger
  • Es muss nicht immer das Dach sein: Heckklappenträger 
  • Achtung Ausnahme: angepasste Geschwindigkeit, Demontage von Anbauten, keine Planen, Akkus im Kofferraum bei E-Bikes, Stützlast beachten

Konzept 1: Fahrradträger auf dem Dach

Sie versperren nie die Sicht und transportieren dein Fahrrad meistens stehend auf dem Dach. Die Befestigung erfolgt über eine nötige Vorrichtung am Autodach oder dessen Grundgerüst. Sie bestehen aus Grundträger und Fahrradhalter. Der größte Einwand aus heutiger Sicht besteht in ihrer mangelnden Sicherheit gegenüber anderen Optionen. So sagt ein Test der Stiftung Warentest: Bei einem Aufprall mit nur 30 km/h lösen sich bereits alle getesteten Dachträger vollständig aus ihrer Verankerung. Auch wichtig: Wenn du viel fährst solltest du wissen, dass dein Auto einiges mehr verbrauchen wird.

Vorteile

Nachteile

Versperrt nicht die Sicht durchs Rückfenster

Erweiterte Höhe sorgt für Probleme Einfahrten, Parkhäusern oder Durchfahrten

Relativ preisgünstig

Vergleichsweise unsicher, da sich die Träger bereits bei einem Aufprall mit 30 km/h lösen können

Gewohnte PKW Ausmaße bleiben erhalten

Verbraucht ca. 14% mehr Sprit im Vergleich zu den 7% mehr Spritverbrauch eines Heckträgers

Transportiert bis zu 4 Fahrräder

Sie gehen am meisten ins Geld, gelten dafür aber auch als die besten in punkto Sicherheit: Fahrradträger, die auf einer Anhängerkupplung aufliegen. Damit sind sie schnell montiert und komfortabel zu transportieren. Voraussetzung ist eine Anhängerkupplung und ein zusätzliches Kennzeichen. Ein kleinerer Vorteil: Der Kofferraum lässt sich auch mit Fahrradträger öffnen.

Konzept 2: Fahrradträger für die Anhängerkupplung

Vorteile

Nachteile

Für alle Fahrzeuge mit Anhängerkupplung geeignet

Benötigt zusätzliches Kennzeichen

Transportiert bis zu 4 Fahrräder je nach Modell

Teuerste Lösung

Kofferraum lässt sich trotz Fahrradträger öffnen

Übersteigt leicht die zulässige Gesamtlast der Anhängerkupplung etwa beim Transport von 3-4 E-Bikes

Relativ wenig Spritmehrverbrauch (ca. 7% mehr)

Einfaches Beladen in geringer Höhe

Schnelle Befestigung durch Haltesysteme mit Schraubvorrichtungen

Achtung E-Bikes:E-Bikes sind grundsätzlich zu schwer fürs Dach. Dabei geht es nicht nur darum, dass eine Menge Kraft nötig ist, E-Bikes aufs Dach zu wuchten. Darüber hinaus fällt die mangelnde Verkehrssicherheit noch mehr ins Gewicht. Bei rasant genommenen Kurven oder plötzlichen Bremsmanövern drohen schwere Verkehrsunfälle. Deshalb gilt beim E-Bike besser: ab damit ans Heck.

Konzept 3: Fahrradträger für die Heckklappe

Sie werden an der Heckklappe eingehakt oder nehmen Kofferraum und Stoßstange als Stütze. Sie funktionieren sowohl am Steil- als auch am Fließheck. Du wirst für diese Variante kein zusätzliches Kennzeichen benötigen, musst aber damit rechnen, dass der Lack Schaden nehmen kann. 

Vorteile

Nachteile

Günstiger in der Anschaffung gegenüber Kupplungsanhängern

Weniger sicher, wenn sich die Gurte während der Fahrt lockern und die Räder drohen herunterzufallen

Benötigen in einigen Modellvarianten kein zusätzliches Nummernschild

Kann den Autolack beschädigen

Praktisch zu beladen, da kein Hochstemmen der Fahrräder nötig

Kofferraum lässt sich mit Träger und Rädern nicht mehr öffnen

Schränkt eventuell die Sicht aus dem Rückfenster ein

Allgemeine Hinweise: für alle Fahrradträger

  • zulässige Stützlast beachten: Nutzt du einen Fahrradträger auf deiner Anhängerkupplung, so darf er die zulässige Maximal-Belastung zwischen 50 und 75 kg in der Regel nicht überschreiten. Beachte dabei, dass dein Fahrradträger auch sein eigenes Gewicht hat.
  • Achtung bei E-Bikes & Pedelecs: Akkus bringen 3 - 4 kg Gewicht mit sich – und reisen daher besser im Kofferraum mit.
  • nicht mit Planen abdecken: Der Fahrtwind kann sie herunterreißen.
  • Anbauteile abmontieren: Kindersitz, Luftpumpe, Einkaufskorb – alles, was sich während der Fahrt lösen kann, gehört nicht auf den Fahrradträger.
  • auf angepasste Geschwindigkeit achten: 120 bis 130 km/h heißt die Empfehlung, führst du Fahrräder per Fahrradträger mit dir. Auch ohne vorgeschriebenes Tempo-Limit. Das gilt als Vorsichtmaßnahme, wenn sich Befestigungen lösen – und womöglich herunterfallende Fahrräder andere Verkehrsteilnehmer gefährden.
  • Achtung Ausland: Beachte die jeweiligen Landesvorschriften für Fahrradträger – in Italien und Spanien gibt es etwa eine Pflicht zur zusätzlichen Kennzeichnung von Ladungen, die über dein Fahrzeugheck hinausragen, also auch für Fahrradträger.

Fun fact: In Deutschland gab es lange Zeit nur die Erlaubnis für den Transport auf dem Dach. Die aus Holland und Frankreich stammenden Konzepte, Fahrräder am Heck zu befördern, haben sich jedoch heute durchgesetzt. Trotzdem – du hast die Wahl zwischen einer Montage auf dem Dach, am Heck oder im Innenraum.

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