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Alles, was du schon immer über Schadstoffklassen wissen wolltest…

Schadstoffklassen, Umweltzonen, Kfz-Steuer – Schadstoffklassen sind ein wichtiges Thema für Autobesitzer. Denn sie bestimmen, wie viel man zahlen muss und wo man fahren darf – und zum Teil auch wann. Grundsätzlich gilt: Je höher die Schadstoffklasse, desto schadstoffärmer das Auto. Deswegen verfügen Neuwagen heute auch über Schadstoffklasse Euro 6. Schadstoffklassen sind auch relevant, ob du mit deinem Auto in einer der Umweltzonen fahren darfst – dafür erhältst du je nach deiner Schadstoffklasse eine farbige Plakette. Je niedriger die Schadstoffklasse, desto höher übrigens die Kfz-Steuer. Willst du dir also ein neues Auto zulegen oder einen neuen Gebrauchten, ist die Schadstoffklasse eventuell ein Entscheidungskriterium. Wo du die Schadstoffklasse eines Autos findest, in welche Schadstoffe ein Auto fällt, wie du das herausfindest und ob du deine Schadstoffklasse verbessern kannst, liest du in unserem Ratgeber zum Thema Schadstoffklassen.

Insgesamt gibt es 6 Schadstoffklassen, die darüber entscheiden, wieviel du an Steuern für dein Auto zahlst, ob du in die Umweltzonen im In- und Ausland fahren darfst, ob du bei Ozonalarm fahren darfst und wie sehr du mit deinem Auto die Umwelt belastest. 

Die Schadstoffklasse ist also relevant für alle Autobesitzer und solche, die es werden wollen oder sich einen Zweitwagen zulegen möchten. Bei einem Neuwagen ist das Thema für dich weniger relevant, denn seit September 2015 müssen neue Autos Schadstoffklasse Euro 6 nachweisen können. Natürlich kann auch umweltbewusstes Fahren zu geringerer Belastung der Umwelt beitragen.

Was ist eine Schadstoffklasse?

Jedes Auto hat eine bestimmte Schadstoffklasse – je nachdem wie viele Schadstoffe dein Auto ausstößt. Zu den Schadstoffen gehören zum Beispiel Kohlenstoffmonoxid, Stickstoffoxid, Kohlenwasserstoff und Rußpartikel.

In der 1970 eingeführten EU-Abgasnorm oder auch Euro-Abgasnorm ist festgelegt,

  • wie viele Schadstoffe ein Fahrzeug ausstoßen darf und
  • welches Fahrzeug in welche Schadstoffklasse gehört.

Je höher die Schadstoffklasse, desto besser für Umwelt, Geldbeutel und Fahrten in Umweltzonen.

6 Schadstoffklassen, je höher, desto schadstoffärmer

Auto und andere Fahrzeuge dürfen in Zukunft immer weniger Schadstoffe ausstoßen. Deshalb werden immer neue Schadstoffklassen eingeführt, die für neu zugelassene Autos verpflichtend sind. Insgesamt gibt es derzeit 6 Schadstoffklassen. 

Grundsätzlich gilt: Je höher deine Schadstoffklasse, desto weniger Schadstoffe stößt es aus: 

  • Schadstoffklasse Euro 6, Einführungszeitpunkt neue Typen 2014/2017
  • Schadstoffklasse Euro 5, Einführungszeitpunkt neue Typen 2009/2011
  • Schadstoffklasse Euro 4, Einführungszeitpunkt neue Typen 2005
  • Schadstoffklasse Euro 3, Einführungszeitpunkt neue Typen 2000
  • Schadstoffklasse Euro 2, Einführungszeitpunkt neue Typen 1996
  • Schadstoffklasse Euro 1, Einführungszeitpunkt neue Typen 1992
  • Schadstoffklasse Euro 00: nicht schadstoffarme Autos

Schadstoffklasse bei E-Autos oder Hybridautos

Da Elektroautos keine relevanten Schadstoffe ausstoßen, fallen sie auch in keine Schadstoffklasse. Die EU-Abgasnorm gilt für diese auch nicht. Eine Plakette für die Einfahrt in die Umweltzonen brauchen sie aber dennoch – sie erhalten selbstverständlich eine grüne Plakette. Vielleicht ist das noch einmal ein Anreiz, die Förderung Elektroauto zu nutzen. 

Fährst du ein Auto mit Hybrid-Antrieb, muss dein Auto die Euro-Abgasnorm erfüllen. Aber: In der Regel fallen alle Hybridautos in Schadstoffklasse Euro 5 oder Euro 6.

Welche Schadstoffklasse hat mein Auto? Euro 6, Euro 5, Euro 4, Euro 3 oder noch niedriger?

Die Schadstoffklasse eines Autos findest du durch die E-Nummer, also die Emissionsschlüsselnummer – oder auch Schadstoffschlüssel genannt – heraus. Diese Nummer steht in Feld 14.1 der neuen Zulassungsbescheinigung und in Feld 1 im alten Fahrzeugschein.

E-Nummern 36NO bis 36YO

Schadstoffklasse Euro 6

E-Nummern 35AO bis 35MO

Schadstoffklasse Euro 5

E-Nummern 32, 33, 38, 39, 43 und 62 bis 70

Schadstoffklasse Euro 4

E-Nummern 30, 31, 36, 37, 42 und 44 bis 61

Schadstoffklasse Euro 3

E-Nummern 25 bis 29, 34, 35, 40, 41, 49 und 71

Schadstoffklasse Euro 2

E-Nummern 01 bis 04, 09, 11-14, 16, 18, 21, 22 und 77

Schadstoffklasse Euro 1

E-Nummern 00, 05 bis 08, 10, 15, 17, 19, 20, 23, 24 und 88

Schadstoffklasse Euro 0

E-Nummer 07 Elektroantrieb

befreit

Schadstoffgruppe – etwas anderes als Schadstoffklassen?

Unter Schadstoffgruppe versteht man etwas anderes als Schadstoffklasse, aber beides hängt zusammen, nämlich wenn es um die Umweltzonen deutscher Städte geht. In diese darfst nur mit einer bestimmten Plakette fahren, die du je nach Schadstoffklasse deines Autos erhältst.

Schadstoffgruppe

Schadstoffklasse

Fahren in Umweltzonen

grüne Plakette:

Schadstoffklasse Euro 4, Euro 5, Euro 6

Autos mit diesen Schadstoffklassen bekommen die grüne Umweltplakette und dürfen in fast alle Umweltzonen fahren.

gelbe Plakette

Schadstoffklasse Euro 3

Autos mit dieser Schadstoffklasse erhalten eine gelbe Umweltplakette und dürfen nicht in die Umweltzonen fahren. Ausnahme: Neu-Ulm erlaubt es noch.

rote Plakette

Schadstoffklasse Euro 2

Autos mit dieser Schadstoffklasse erhalten die rote Plakette und dürfen nicht in die Umweltzonen fahren.

keine Plakette

Schadstoffklasse 1 oder 00

Autos mit diesen Schadstoffklassen dürfen auch nicht in die Umweltzonen. Für Auto mit Schadstoffklasse 00 herrscht Fahrverbot bei Ozonalarm.

Schadstoffklasse deines Autos verbessern?

Du kannst dein Auto für eine bessere Schadstoffklasse umrüsten, um etwa Steuern zu sparen, in die Umweltzonen einfahren zu können oder persönlich mehr für die Umwelt zu tun. Je nach Maßnahme kannst du dadurch eine oder zwei Schadstoffklassen höher rutschen. 

Allerdings können Umrüstungen auch einiges an Euros kosten. Selbst wenn du dein Auto über alles liebst, solltest du die Vor- und Nachteile gut abwägen. An Umrüstungsmaßnahmen kommen dann etwa Rußpartikelfilter, ein Aufrüst-Katalysator oder eine Katalysator-Nachrüstung auf dich zu. Frage in deiner Werkstatt, welche Nachrüstung für dein Auto möglich ist.

Bei FRIDAY arbeiten Entwickler, Coder, UX-Designer und Scrum Master zusammen mit Aktuaren und Schadensexperten. Wir investieren Zeit und Energie, um FRIDAY gemeinsam nach vorn zu bringen. Dabei lassen wir uns aber nie die Chance entgehen, unsere Erfolge laut zu feiern.

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