Vom Vorstandsbeschluss zur digitalen Versicherung

9 von 10 Startups scheitern. Das behaupten die einen. Andere wiederum glauben fest, dass Versicherungen von Startups abgelöst werden. Wir wollten es genauer wissen: Nämlich wie eine erfolgreiche Versicherung ein erfolgreiches Insurtech Unternehmen bauen kann. Braucht es dafür wirklich ein Innovation Lab? Oder eine Beteiligung an einem der 10 Startups oder gar einen eigenen Inkubator mit 10 davon in den Startlöchern?

Im Herbst 2016, nur wenige Tage nach unserer Präsentation der Vorstudie erreichte uns die Nachricht: „Die Baloise Group wird eine digitale Greenfield Versicherung in Berlin bauen – Entscheidung gefallen – und wir sind Teil des Launch-Teams“. Wir, das waren Wolfgang PanderTom Schrooyen und Samuel Verbeke. Wenig später schon verstärkten uns Silvan SaxerMartin Scholz, Laurens de Bever und Lydia Welzel auf dem Weg zur Gründung von FRIDAY.

SO HABEN WIR EINE VERSICHERUNG GEBAUT:

Keiner von uns hat je ein Unternehmen gegründet. Auch kein Studium abgebrochen, wie einige der erfolgreichen Firmenlenker in Silicon Valley. Stattdessen atmeten wir Versicherung. Und wir waren restlos überzeugt von unserer Strategie und Roadmap zur ersten komplett digitalen Sachversicherung auf europäischer Ebene, die nachhaltig und skalierbar neue Wege im Sinne des Kunden beschreitet.

Aus unserem Arbeitgeber wurde unser Investor, der uns neben Know-how und finanziellen Mitteln auch mit Entscheidungsfreiheit ausstattete. Wir sollten nicht ein bestehendes Geschäft anpassen oder optimieren, sondern einen First Mover auf der grünen Wiese bauen, den ersten digitalen Versicherer vom Backend bis zum Frontend. Erfolgskritisch war dabei das Setup, welches auf drei Säulen fußte:

  • Freiheit: Die Vorgaben für das Projekt beschränkten sich auf Punkte wie die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells oder das Festlegen bestimmter Zeitfenster für einzelne Projektabschnitte. Es gab regelmäßige Updates an ein Steering Committee mit Thomas SieberUrs BienzRomain BraasDaniel FrankAlain Nicolai und Gert De Winter, dem Group CEO, an den heute das FRIDAY-Team direkt berichtet. Wir konnten uns dabei auf Unterstützer verlassen, die wie Investoren agierten. Chancen kreieren statt Risiken reduzieren.
  • Rückendeckung: Die Unterstützung seitens des Managements und der jeweiligen Experten hat uns vor allem viel Zeit erspart. Sei es Regulatorik, Einkauf, Legal oder Aktuariat. Aus allen Ländergesellschaften der Baloise Group halfen uns die jeweiligen Spezialisten. Unbezahlbar. Das finanzielle Commitment der Baloise Group erlaubt uns auch künftig nachhaltig zu agieren und Entscheidungen mit Weitsicht zu treffen.
  • Fokus: Zudem wurde das interdisziplinäre FRIDAY-Team von der Linientätigkeit sowie von weiteren Projekten zu 100 Prozent freigestellt und zog zeitnah nach Berlin in ein eigenes Büro, um mit vollem Fokus am Aufbau von FRIDAY arbeiten zu können.

Winning the market:

Mit Versicherungsexpertise, regulatorischem Wissen und der richtigen Strategie lässt sich noch kein skalierbares Unternehmen bauen. Co-Working Space, Kanban Boards und Design Thinking machen den Arbeitsalltag gewiss nicht nur interessanter, sondern auch effektiver, aber ein erfolgreiches Unternehmen braucht erfahrene Unternehmer.

Das FRIDAY-Team wurde daher mit erfahrenen Talenten aus dem Berliner Tech-Ökosystem verstärkt. Mit Mathias Nestler zum Beispiel, der als CTO bereits Barzahlen.de aufgebaut hat, eines der erfolgreichsten deutschen Fintechs. Mathias wurde für den Aufbau der IT-Infrastruktur gewonnen. Im kongenialen Tandem mit Silvan Saxer, der nach 12 Jahren bei der Baloise Group nach Berlin zog, begann die Entwicklung einer vollkommen neuen Versicherungsplattform.

Das Gründerteam um CEO Christoph Samwer wurde weiter verstärkt. Florian Eismann (Fidor, WeFox), Steffen Klein (Ableton, Scout), Sandra Drohla (Rocket Internet, Groupon), Sebastian Rühl (Axel Springer, Rocket Internet) oder Lukas Jaworski (FinLeap, SolarisBank) haben alle zuvor Unternehmen von der Gründung bis zur Internationalisierung, Profitabilität oder Exit begleitet. Jeder brachte seine Erfahrung und ein starkes Netzwerk mit ein.

Hinter FRIDAY steht heute ein internationales Team mit einer Alterspanne von Anfang 20 bis 50 plus. Auch hinsichtlich der deutschen KFZ-Expertise haben wir aufgerüstet: Mina Averbach entwickelte und perfektionierte die Preis- und Risikomodelle für VW. Für die Allianz konzipierten Dieter Kiesenbauer und Robin Latz innovative Produktangebote und stellten die nachhaltige Profitabilität im Portfolio sicher. Nick Sommerfeld (ab Juli 2017) und Fatim Sow haben bereits für Directline, einen Pionier der Direktversicherer, das Marketing aufgebaut.

Seit März 2017 fahren die ersten bei FRIDAY versicherten Autos auf deutschen Straßen.

Mit Geschwindigkeit, ist es wie mit gesundem Essen oder Sport. Es wird zur Gewohnheit, wenn man es täglich praktiziert. In einer Rekordzeit von 180 Tagen ist es dem Team gelungen ein marktreifes Produkt zu erschaffen. Geschwindigkeit zeichnet auch unser Versicherungsprodukt aus. Die Angebotserstellung dürfte die schnellste – in nur 90 Sekunden – am Markt sein. Die monatliche Kündbarkeit stellt ein weiteres Novum in der Branche dar. Ein erster Schritt zur nutzungsbasierten Versicherungspolice. Damit stehen wir erst am Anfang. Vor uns liegt ein langer Weg, den wir konsequent verfolgen werden. Wir werden mit FRIDAY den Versicherungsmarkt verändern.

Dieser Artikel erschien in leicht veränderter Form zum sechsmonatigen Bestehen von FRIDAY auf LinkedIn.

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Bei FRIDAY arbeiten Entwickler, Coder, UX-Designer und Scrum Master zusammen mit Aktuaren und Schadensexperten. Wir investieren Zeit und Energie, um FRIDAY gemeinsam nach vorn zu bringen. Dabei lassen wir uns aber nie die Chance entgehen, unsere Erfolge laut zu feiern.

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